Kaiserin Elisabeth Warte


Historisches zur Kaiserin Elisabeth Warte
 
   
Südwestlich vom Ortsgebiet Weistrach liegt als höchste Erhebung des Gemeindegebietes der Plattenberg, 749m hoch und zugleich Namensgeber von unserem Gasthaus.

Bereits in der zweiten Hälfte des 19.Jhdts. stand auf dem Plattenberg
eine primitive Warte, errichtet aus Holz und Leitern, von Offizieren
und Kadetten welche am Plattenberg von Zeit zu Zeit manövrierten.
(Das österr. Bundesheer verwendet den Plattenberg ab und zu heute
noch als Stützpunkt für allfällige Übungen).
Mangels Sympathie bzw. Organisation verschwand aber diese erste
Warte wieder.

Dies änderte sich aber im Jahre 1897, als die Grundbesitzer Franz
und Franziska Schmiedinger vom Plattnergut in Grub Nr. 41 das
Grundstück zum Bau einer steinernen Warte zur Verfügung stellten.

Der österreichische Touristenclub Sektion St.Peter/Seitenstetten be-
schloß daraufhin in einer Sitzung am 5.Februar 1898 eine Aussichtswarte
zu errichten. Ausschlaggebend für den Namen der Warte, war das An-
denken an Ihre Majestät Kaiserin Elisabeth welche im selben Jahr am
Genfer See in der Schweiz einem Mordanschlag zum Opfer fiel.

Der Beschluß wurde vom k. k. Ministerium des Inneren vom
25. Jänner 1899 bewilligt. Laut Aufzeichnungen des ÖTC betrugen
die Baukosten 7.000.- Kronen welche durch Anteilscheine aufgebracht
wurden.

Ferdinand Pfaffenbichler aus St.Peter fungierte als Baumeister und mit
tatkräftiger Unterstützung der Vereinsmitglieder sowie der umliegenden
Bauernschaft ging der Bau schnell voran.
Der Sandstein welcher als Baumaterial verarbeitet wurde, stammte
aus dem unmittelbar neben der Baustelle gelegenen Steinbruch der
Theresia Plattner, vulgo Raingrub, Grub Nr. 37.

Nach einer mehr als einjährigen Bauzeit wurde die Warte unter Teilnahme
von mehr als 2000 Menschen am 23. September 1900 feierlich eröffnet.
Zeigleich mit dem Bau der Warte wurde vom Spender des Grundstücks
und teilweiser Subvention des ÖTC ein Schutzhaus errichtet welches am
2.Jänner 1901 die Konzession für das Schank - und Gastgewerbe erhielt.

In den Folgejahren wurde erstmals eine Panoramakarte herausgegeben,
sowie das markieren von Wanderwegen vom ÖTC forciert.
Im Jahre 1927 wurde bei der Hauptversammlung des ÖTC in Wien die
Übergabe der Warte an den Österreichischen Gebirgsverein genehmigt.
Die Urkunde welche diesem Rechtsgeschäft zugrunde lag ist leider in den
Wirren des 2.Weltkriegs verloren gegangen.
Letztendlich wurde die Kaiserin Elisabeth - Warte am 5.Oktober 1976 mit
einem Schenkungsvertrag an den Österreichischen Alpenverein,
Sektion St.Peter in der Au übergeben.
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